«Die Kunst ist es, den passenden Weg für sich zu finden, der nicht allzu schwer, aber auch nicht frei von Hindernissen ist.»
«Die Kunst ist es, den passenden Weg für sich zu finden, der nicht allzu schwer, aber auch nicht frei von Hindernissen ist.»

Nachrichten

Gesichter und Geschichten aus dem Kantonsspital Glarus (10/11)

Im und um das Kantonsspital Glarus herum arbeiten viele verschiedene Menschen. Für den Geschäftsbericht 2017 haben sie einen Einblick in ihren Alltag gewährt. Wir stellen jede Woche ein Gesicht und seine Geschichte auf der Glarner Agenda vor.

STJEPAN SLUKAN: IN DER BEWEGUNG LIEGT DIE KRAFT

Als diplomierter Pflegefachmann in der Psychiatrie darf ich meine Patienten begleiten und unterstützen, indem ich zusammen mit ihnen einen neuen Weg suche und neue «Kraftorte» ausprobiere. Manchmal landen wir in einer Sackgasse. Die Suche geht dann wieder neu los. Oft pflege ich zu sagen, dass es keine Zaubermedikamente oder Therapien gibt. Ohne ständige Suche oder Lebensanpassung an die eigenen Möglichkeiten wird es schwierig.

Auch ich bin ständig auf der Suche. Auf diesem Weg lernt man neue Menschen und neue Orte kennen: bereit sein, sich einlassen und ausprobieren. Manchmal ist man auf dem Holzweg, aber jede Krise ist zugleich eine Chance. Nicht sofort verzweifeln, das Leben mit Humor nehmen und über sich selber lachen können sind elementare Eigenschaften. Meine Grundsätze helfen mir immer wieder, mein Leben sinnvoll und mit innerer Zufriedenheit zu gestalten. Menschen und Beziehungen sind für mich sehr wichtig. Deshalb mag ich auch meinen Beruf. Ich bin neugierig und für Begegnungen mit Menschen immer offen. Das lasse ich meine Mitmenschen auch spüren.

Für mich war vor sieben Jahren Glarus beziehungsweise das Kantonsspital Glarus ein neuer Ort. Die neuen Menschen, die neuen Beziehungen, der Kletterverein, der Kunstverein, meine neuen Arbeitskollegen, eine neue Liebe, die wunderschönen Berge – so nah und so mächtig – und vor kurzem meine erste Enkelin. Ich freue mich auf die Beziehungsgestaltung mit ihr. Am Anfang waren die Berge fast ein bisschen furchteinflössend, in der Zwischenzeit wirken sie schützend und geben mir Kraft. Jetzt gehe ich oft in die Berge und mindestens einmal pro Jahr besuche ich alle «meine Hausberge» rund um das Spital. Auf dem Gipfel treffe ich oft die gleichen Menschen – wir nennen uns gegenseitig «Wiederholungstäter». Meine «alten Freunde» geben mir genug Kraft und Inspiration. Dort kann ich genug «umherlaufen ohne Ziel» und meditieren, bewundern, klettern, malen und, und, und…

Meine Kunst ist für mich wie eine Therapie. Geistige Bewegung. 2018 durfte ich meine Acrylbilder im Kantonsspital zeigen.

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Stjepan Slukan:
Der Dipl. Pflegefachmann HF mit Schwerpunkt Psychiatrie arbeitet seit 2011 im Kantonsspital Glarus. Der geborene Kroate hat nie gewagt, vom Malen und Zeichnen zu leben, aber hat immer davon geträumt. Von der kroatischen Naiv-Malerei begeistert versucht er die Schweizer Berge auch auf diese Art darzustellen. In den Bildern und der Art zu malen spiegeln sich seine inneren Einstellungen und Träume vom Paradies auf Erden wieder. Seine Bilder nennt er «Glare Bilder»

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Autor

Kantonsspital Glarus

Kontakt

Kantonsspital Glarus AG
Burgstrasse 99
8750 Glarus
info@ksgl.ch
055 646 33 33

Kategorie

  • Leute

Publiziert am

13.12.2018

Webcode

glarneragenda.ch/p91Kgw