Katrin Landolt
Katrin Landolt

Dies & Das

«Üsers Glaris isch goldig – nüd nu im Herbst!»

Schon ihr Vater und ihr Grossvater waren Vollblutlädeler in Glarus. Jahrzehntelang waren deren auserwählte Herrenprodukte – allen voran Hüte – weit über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt und geschätzt. Ja, Katrin Landolt erinnert sich gern an die Zeit im «Goggs» an der Kirchstrasse. Sie habe sie geprägt, sagt sie. Wohl auch deshalb hat sie selbst in den letzten drei Dekaden im Herzen von Glarus ein Geschäft aufgebaut, das weit über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt ist.

Katrins Augen strahlen, wenn man mit ihr über Glarus plaudert. Sie schwärmt von seinen Menschen, seinen Vorzügen, seinen Angeboten, seinem Charakter. «Glarus ist voller Leben, es passiert viel Gutes, gemeinsam wird an der Zukunft gearbeitet.» Kein Zufall also, dass Katrin diesen Sommer mit ihrer Zoohandlung zum dritten Mal in ein grösseres Lokal in Glarus gezogen ist. Noch weniger ist Zufall, dass ihr Fachgeschäft mit dem Umzug in den ehemaligen Goldenen Stiefel auch einen neuen Namen erhalten hat: Goldpfote.

Zugegeben, als sie im Winter darüber informiert wurde, dass sie den Schweizerhof verlassen müsse, sei es ihr schon mulmig geworden. Doch der erste Schockmoment war schnell überwunden und der grosse Wunsch, auch die dritte Geschäftsadresse in Glarus zu finden, wurde erfüllt. «Dieser Wechsel ins Zentrum von Glarus war ein absoluter Glücksfall. Wir sind überglücklich!», schwärmt Katrin.

Katrin schätzt die Innenstadt sehr – persönlich, aber auch für ihre Goldpfote: «Alle Geschäfte sind gut zu Fuss erreichbar und die Stimmung ist familiär. In Glarus kann man noch richtig gut ‹lädälä›. Meine Kunden finden immer einen Parkplatz und schätzen das vielfältige Angebot in der Stadt.» Katrin lebt Glarus und ihr Geschäft genauso, wie sie es beschreibt. Ihre Kunden gehören zur Familie, der man auch gerne einmal einen Futtersack zum Auto trägt oder die man unter der herrlichen Baumallee vor dem Geschäft zu einem Kaffee einlädt. «Ist es nicht goldig, unser Glarus?», fragt Katrin. Und wieder ist da dieses Strahlen in ihren Augen.

So ist es denn auch Zuversicht und Überzeugung, mit der Katrin in die Zukunft blickt. Seit dem Umzug ihres Fachhandels an die Hauptstrasse 18 habe sie zahlreiche neue Kunden gewonnen und viel mehr Laufkundschaft. Auch Touristen dürfe sie in der Goldpfote vermehrt begrüssen. «Unser kleines, feines Glarnerland hat eben viel zu bieten», meint Katrin. Das entgeht auch den auswärtigen Gästen nicht, die in Glarus so manches Kleinod entdecken können – im Detailhandel, in der Gastronomie, im Erleben und Begegnen.

«Glarus lebt. Unsere Innenstadt mag klein wirken, doch findet man alles, was das Herz begehrt», sagt Katrin. Und während sie unter den Bäumen auf dem Trottoir vor der Goldpfote den letzten Schluck Kaffee trinkt, strahlen ihre Augen wieder – für Glarus, für ihre Leidenschaft als Lädelerin, für ihr Team und ihre Kunden, die längst zu Freunden geworden sind. Für ihr Lebenswerk im Herzen von Glarus.

Häsch gwüsst? Unser Erlebnis-Tipp
Goldiges Glarus? Im Herbst ganz besonders. Da dürfen die Wanderschuhe auf keinen Fall fehlen. Also Vierbeiner und Familie schnappen und auf Äugsten als Tor zum UNESCO-Weltnaturerbe Tektonikarena Sardona den idealen Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen finden. Zum krönenden Abschluss eines gelungenen Wandertages ein feines Glace für die Familie (Caderas, Casa Stüssi, Cornetto, Gössi usw.) und den Vierbeiner (Goldpfote). Wahrlich goldig, oder?

#üsersglaris

Autor

Machergruppe des Projektes «ZUKUNFT INNENSTADT»

Kategorie

  • Ostschweiz

Publiziert am

23.09.2020

Webcode

glarneragenda.ch/GJDNbi