Auf der Kinderbaustelle Glarus Süd spannen die Jüngsten ihr Väter als Helfer ein.
Auf der Kinderbaustelle Glarus Süd spannen die Jüngsten ihr Väter als Helfer ein.

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Paradies für kleine Baufans ab 4. Mai 2022 wieder offen

Schrauben, sägen, malen oder ein eigenes Häuschen bauen: In Luchsingen können sich junge Handwerkerinnen und Handwerker nach Herzenslust kreativ ausleben. Am Mittwoch, 4. Mai, startet die Kinderbaustelle ins zweite Jahr – auch dank einer Spende des Coop-Regionalrats Ostschweiz.

Die Kinderbaustelle «Baumgärtli» ist vom 4. Mai bis 29. Oktober jeweils am Mittwoch- und Samstagnachmittag von 13.30 bis 17.30 Uhr für alle Kinder bis zum 15. Lebensjahr geöffnet. Während den Glarner Sommerferien (14.7. bis 13.8.) ist die Baustelle geschlossen. (Bis zur 2. Primarklasse ist die Begleitung durch Erziehungsberechtigte obligatorisch.)   

Wer die Kinderbaustelle mit Materialien unterstützen möchte, wendet sich direkt an den Verein Höhenzug. Auch der Coop-Regionalrat unterstützt regelmässig soziale Institutionen und gemeinnützige Projekte. Einer dieser Beiträge geht in diesem Jahr an die Kinderbaustelle «Baumgärtli» in Luchsingen (Glarus Süd). Wer und was hinter dem Projekt genau steckt, zeigt dieser kurze Einblick.
  
Bauwagen, Baracken, Holz, Backsteine, Fässer und ein richtiges Magazin mit allen wichtigen Werkzeugen: Die Kinderbaustelle «Baumgärtli» in Luchsingen ist ausgestattet wie ihre Vorbilder. Einzig die Arbeiter und der typische Baulärm fehlen derzeit noch. Doch schon bald wird hier an den Mittwoch- und Samstagnachmittagen wieder eifrig gehämmert, gemauert und gebohrt. Dann buddeln junge Baumeister grosse Löcher in der Sandgrube aus und kleine Baumeisterinnen zimmern auf der Wiese ihre Traumvilla.

«Letztes Jahr haben wir aus Holz ein ganzes Haus mit Terrasse und Stühlen gebaut», erzählt Sophia (8) stolz. Ihre Kollegin Elisa (6) ergänzt: «Wir konnten die Bretter selber zusägen und annageln. Das war mega lässig.» Auch Jori (5) kann es kaum erwarten, wenn die Kinderbau-stelle diesen Mittwoch, 4. Mai, wieder öffnet: «Dann bastle ich aus Röhren eine Leitung, das mache ich am liebsten.»

Unbeschwert spielend lernen
Diese Vielfalt und Selbstbestimmung zeichnen das Freizeitangebot aus. «Die Kinder können
mit unterschiedlichsten Materialien bauen, handwerken, gestalten und kreativ sein – ganz nach ihren eigenen Ideen und ihrem Können», betont Tobias Baumann (41). Er ist Vize-Präsident des Vereins Höhenzug, der die Kinderbaustelle ins Leben gerufen hat. Mit Erfolg: Über 3000 Kinder aus nah und fern verbrachten hier im vergangenen Jahr ihre freien Nachmittage.
Dabei können sie sich auf spielerische Art wertvolle Fähigkeiten aneignen, wie Baumann ausführt: «Der Umgang mit Werkzeug schult die Motorik und Koordination. Das gemeinsame Spielen und gegenseitige Helfen fördert den sozialen Austausch und beim Bauen lernen die Kinder, Verantwortung für ihre Objekte zu übernehmen.» Kommt hinzu, dass sie sich an der frischen Luft bewegen und der Fantasie freien Lauf lassen können.     

Mit wenigen Mitteln viel erreichen
Da die Baustelle neben Geldern der öffentlichen Hand vor allem auf Gönner und Sponsoren angewiesen ist, unterstützt der Coop-Regionalrat Ostschweiz das Projekt mit 5000 Franken. Dank der Spende konnten sich die Verantwortlichen beispielsweise einen Anhänger anschaffen, um das viele Holz zur Baustelle zu transportieren. «Ich bin begeistert, dass den Kindern hier mit einfachsten Mitteln eine sinnvolle und pädagogisch wertvolle Freizeitbeschäftigung ermöglicht wird, die alle Sinne anspricht», begründet der zuständige Regionalrat Markus Eugster (55) das Engagement. Zudem vereine die Kinderbaustelle Werte wie Nachhaltigkeit und Familienfreundlichkeit, für die auch Coop steht.

Nicht zuletzt sorge die Kinderbaustelle auch für eine Aufwertung der Bauberufe, ergänzt Tobias Baumann: «Die Branche hat oft Mühe, Nachwuchskräfte zu finden. Bei uns können die Kinder viele handwerkliche Berufe erleben und ausprobieren.» Zudem nutzen die Verantwortlichen der Kinderbaustelle auch Synergien mit dem Schweizerischen Baumeisterverband, um gemeinsam eine soziale und handwerkliche Nachwuchsförderung zu betreiben.

Teenager als Bau-Coaches
Auch grössere Baubegeisterte spielen beim Projekt eine tragende Rolle. Neben ausgebildetem Fachpersonal sind Teenager für den reibungslosen Ablauf auf der Baustelle mitverantwortlich. So wie Jael und Selma. Die beiden 11-Jährigen leiten mal den Empfang, verteilen im Magazin die Werkzeuge oder betreiben in Eigenregie den Baustellen-Kiosk: «Es macht uns Spass, diese Aufgaben selbstständig zu meistern. Und es ist einfach cool, den kleinen Kindern zu zeigen, was sie hier alles machen können und ihnen Tipps beim Bauen zu geben.»

Autor

Gemeinde Glarus Süd

Kontakt

Gemeinde Glarus Süd
Regula Banzer
Sekretärin Gemeindepräsidium
Ratsherrenhaus
Alte
8756 Mitlödi
regula.banzer@glarus-sued.ch
+41586119518

Kategorie

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Publiziert am

02.05.2022

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