Caroline Bachmann, Double arc-en-ciel, 2019
Caroline Bachmann, Double arc-en-ciel, 2019
Jan Vorisek, The Man with the Laughing Hand is Dead, 2020
Jan Vorisek, The Man with the Laughing Hand is Dead, 2020

Kultur

Kunsthaus Glarus öffnet wieder

Das Kunsthaus Glarus ist ab nächsten Dienstag, 12.05.2020, wieder zu unseren regulären Zeiten geöffnet.

Wir freuen uns sehr, endlich die beiden bereits fertig aufgebauten Ausstellungen Caroline Bachmann – 58 av. J.-C. und Jan Vorisek – Collapse Poem für Besuchende zugänglich zu machen! Beide Ausstellungen werden über den Sommer verlängert und sind bis zum 23.08.2020 zu sehen.

Bis auf Weiteres sind all unsere geplanten Veranstaltungen abgesagt. Über die Wiederaufnahme unseres Programms sowie das neue Eröffnungsdatum unserer nächsten Ausstellung Im Volksgarten werden wir Sie rechtzeitig informieren.

Im Rahmen der Vorgaben und Empfehlungen haben wir ein Schutzkonzept erarbeitet, welches das Wohlbefinden und die Sicherheit unserer Besucher*innen und Mitarbeitenden gewährleistet.

15.03.–23.08.2020
Caroline Bachmann – 58 av. J.-C.


Über acht Leinwände erstreckt sich das Panorama des Juras zwischen Rhein und Rhone. 58. av. J.-C., eine Historienmalerei ohne Menschen. Stellvertretend bezeugen zwölf Feuer die Zivilisation in der weit entfernten Geschichte der Schweiz: Es brennen die Feuer der Gallischen Kriege gemäss Julius Caesars De bello gallico. Die Vergangenheit ist Fiktion. Die Malerei entsteht in der Gegenwart und verweist möglicherweise in eine postapokalyptische Zukunft. In der Vergangenheit galten Frauen körperlich als ungeeignet, um die höchste aller Bildgattungen, die Historienmalerei zu beherrschen. Zu wenig wichtig waren sie lange Zeit, um in den Porträtgalerien zu erscheinen. Caroline Bachmanns Bilder stellen sich einer solchen, nicht zuletzt an Geschlechterbilder gebundene, rigide Gattungshierarchie der Malerei entgegen, ohne sie didaktisch zu demontieren. Vielmehr dienen die Kategorien als Leitbilder, als übernommene Ordnungen: Religiöse Bilder, Porträts, Stillleben, Landschaften; eine Klaviatur, die wegführt vom konzeptuellen Bild. Die Einzelausstellung von Caroline Bachmann gibt einen Überblick über ihr jüngstes malerisches Schaffen. Begleitend zur Ausstellung entsteht eine Booklet mit Texten von Didier Semin, Fabrice Stroun und Judith Welter.

15.03.–23.08.2020
Jan Vorisek – Collapse Poem


Collapse Poem bildet zwei sich aufeinander beziehende räumliche Settings. Ob der Kollaps noch droht oder bereits in der Vergangenheit liegt, ist offen. In-Sich-Zusammenfallen und Sich-Wiederaufbauen, verdinglicht in rotierenden Apparaturen und geschichtetem Baustein, sind zwei materielle Mechanismen, die den Motor der verschiedenen Strukturen in der Ausstellung bilden. Der Seitenlichtsaal des Kunsthaus Glarus ist durch ein aufblasbares Stoff-Labyrinth eingenommen – eine zweidimensionale Hülle, der durch das Befüllen mit Luft für die Dauer der Öffnungszeiten Räumlichkeit verliehen wird. Im Obergeschoss breitet sich eine noch unfertige oder bereits ruinenhafte Struktur im Raum aus. Hier eine fragmentarische Architektur, erbaut mit manuellem Aufwand, während dort die Raumstruktur durch einen technologischen Apparat in Bewegung und damit in Form gehalten wird. Jan Voriseks (*1987 in Basel, lebt und arbeitet in Zürich) instabile Rauminstallationen entstehen für spezifische Ausstellungssituationen und sind dadurch einer theatralen Zeitlichkeit unterworfen. Mit diesen atmosphärischen Assemblagen, bestehend aus gebrauchten und gefundenen, aber auch industriellen Materialien sowie klangerzeugenden Geräten, reflektiert der Künstler die Zirkulation von wiederverwerteten, oder hier auch geliehenen Materialien und Sound. Im Rahmen der Ausstellung erscheint Jan Voriseks Künstlerbuch Image Distortion Continuum.

Die Ausstellungen und das Kunsthaus Glarus werden unterstützt von Abteilung Kultur Basel-Stadt, Ars Rhenia Stiftung zur überregionalen Förderung von Kunst und Kultur; Ernst Göhner Stiftung; État de Vaud; Kanton Zürich Fachstelle Kultur; Migros-Kulturprozent; Oertli-Stiftung; Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung; Stiftung Anne-Marie Schindler; Stiftung der Glarner Kantonalbank für ein starkes Glarnerland; Swisslos Kulturfonds Kanton Glarus; ZZ Wancor

Autor

Glarner Agenda

Kategorie

  • Kunst / Design

Publiziert am

08.05.2020

Webcode

glarneragenda.ch/NKWAVe