Darstellung: Leo Kühne
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Dies & Das

Klimaneutrales Glarnerland – Teil 5: Industrie und Landwirtschaft

Für diesen Herbst hat der Klimastreik Schweiz grosse Pläne. In diesen Tagen, vom 20. bis zum 25. September 2020, beginnt die nächste Phase seines Masterplans. Aus diesem Anlass veröffentlicht die Glarner Regionalgruppe ihren Bericht für ein klimaneutrales Glarnerland in einer sechsteiligen Serie.

Die Visionen werden für fünf der sechs Sektoren Mobilität, Gebäude, Industrie, Landwirtschaft, Dienstleistung und Abfall entwickelt und mit Beispielen konkreter Massnahmen veranschaulicht. Der Flugverkehr wird nicht behandelt. Für alle Sektoren braucht es einen klar definierten Absenkpfad. Die Visionen werden mit ein paar Punkten skizziert und einer Visualisierung dargestellt. Die konkreten Massnahmen zeigen beispielhaft auf, wie die Vision realisiert werden könnten. Diese Massnahmen sind als Ideen und Anregungen gedacht. Der Bericht gewährt weder Vollständigkeit noch Richtigkeit bezüglich der Massnahmen.

INDUSTRIE

Der Kanton soll Start-ups und Firmen im Cleantech-Bereich fördern und gezielt ansiedeln.

Die Nutzung der Abwärme wird konsequent umgesetzt.

Besondere klimaneutrale Innovationen werden jährlich mit dem «Sofie-Preis» ausgezeichnet.

Die Industrie bezieht die Energie vollständig aus dem eigenen Kanton.

Konkrete Massnahmen

Zusammen mit dem Bund sollen Zukunftsprojekte (Programm Industrie in Bergregionen) gefördert werden, welche beispielsweise die CO2-Nutzung in und aus Kunststoffprodukten vorantreiben.

In der Umbauphase soll CO2 einen Preis bekommen, damit klimafreundliche Technologien finanziert werden können. Auch hier können wir uns eine «Enkelsteuer» vorstellen.

Für die Förderung und Ansiedlung von Cleantech- und Greentechfirmen könnten leerstehende Areale umgenutzt werden. Diese Förderung soll Arbeitsplätze schaffen und dem Kanton einen wirtschaftlichen Aufschwung ermöglichen.


LANDWIRTSCHAFT

Jeder Bauernhof wird zum Plusenergie-Betrieb und kann Energie abgeben.

Die Glarner Landwirtschaft produziert naturnah und mit regionalen Futtermitteln.

Die Produkte werden im eigenen Kanton verarbeitet und direkt nach Hause oder an zentrale Abholpunkten in den Dörfern geliefert.

Die Maschinen auf dem Hof sind alle fossilfrei.

Direktzahlungen für CO2-senkende Massnahmen.

Abscheidung von CO2 (Industrie, Kehrichtverbrennungsanlage) und Transport in Untergrundlage.

Konkrete Massnahmen

Bei der Energieproduktion stellen wir uns grosse PV-Anlagen auf allen Dächern, kleine Windräder und für mehrere Höfe zusammen eine Biogasanlage vor.

Die Verteilung der Glarner Produkte soll über ein effizientes Verteilsystem (GLargolino) erfolgen. Dieses Verteilsystem sammelt gleichzeitig Bioabfälle und Recycling-Produkte ein.

Wir wollen, dass die Biodiversität in allen Bereichen höchste Priorität hat. Beim Umbau dieses Sektors muss die Artenvielfalt aktiv gefördert werden.


Nachdem die Klimabewegung Glarus den Workshop-Bericht «Ideen & Visionen für ein klimaneutrales Glarnerland» an Begegnungen mit Vertreter*innen der Politik, Behörden und Wirtschaft auf lokaler und nationaler Ebene vorgestellt hat, macht sie ihn für die breite Öffentlichkeit zugänglich und präsentiert an dieser Stelle Passagen daraus. Den vollständigen Workshop-Bericht gibt es unter «Download» oder auf www.klima-glarus.ch

#klimaglarus

Autor

Klimabewegung Glarus

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Kategorie

  • Ostschweiz

Publiziert am

24.09.2020

Webcode

glarneragenda.ch/7QfgjQ