Darstellung: Leo Kühne
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Dies & Das

Klimaneutrales Glarnerland – Teil 4: Mobilität und Gebäude

Für diesen Herbst hat der Klimastreik Schweiz grosse Pläne. In diesen Tagen, vom 20. bis zum 25. September 2020, beginnt die nächste Phase seines Masterplans. Aus diesem Anlass veröffentlicht die Glarner Regionalgruppe ihren Bericht für ein klimaneutrales Glarnerland in einer sechsteiligen Serie.

Die Visionen werden für fünf der sechs Sektoren Mobilität, Gebäude, Industrie, Landwirtschaft, Dienstleistung und Abfall entwickelt und mit Beispielen konkreter Massnahmen veranschaulicht. Der Flugverkehr wird nicht behandelt. Für alle Sektoren braucht es einen klar definierten Absenkpfad. Die Visionen werden mit ein paar Punkten skizziert und einer Visualisierung dargestellt. Die konkreten Massnahmen zeigen beispielhaft auf, wie die Vision realisiert werden könnten. Diese Massnahmen sind als Ideen und Anregungen gedacht. Der Bericht gewährt weder Vollständigkeit noch Richtigkeit bezüglich der Massnahmen.

MOBILITÄT

Ausbau der Fussgänger-Zonen und der Velofreundlichkeit (z.B. Radstreifen)

Eigene Leichtbau-Bahn (Zieger-Jet) als schnelle Verbindung zwischen Linthal und Ziegelbrücke.

Zubringer mit Bussen, welche mit Glarner Energie betrieben werden. ÖV in den ersten Jahren kostenlos, auch als Unterstützung für den Tourismus.

Car Sharing (fossilfrei) und Mietvelos bei den Bahnhöfen (E-Velos, Transport-Velos usw.)

Ausbau der Infrastruktur für leichte, fossilfreie Fahrzeuge

Effizientes Güterverteilsystem (GLargo), das den Warenfluss optimiert.

Umnutzung der leerstehenden Bahnhofgebäude als Verteillokale für Glarner Produkte.

Naherholungsgebiete (z.B. Klöntal) autofrei und auf den Seen nur fossilfreie Boote.

Für die Flugindustrie (Helikopter, Kleinflugzeuge) stellen wir selbst fossilfreien Treibstoff her.

Konkrete Massnahmen

Wir wollen eine Enkelsteuer für grosse und ineffiziente Autos einführen. Personenwagen sollen neu über den CO2-Ausstoss gemäss technischen Daten versteuert werden.

Wir wollen jene Gesetze und Verordnungen anpassen (Energiegesetz, Strassenverkehrsgesetz, Baugesetz, Lärmverordnung, Parkplatzerstellungspflicht etc.), welche uns helfen die Klimaziele zu erreichen, und wir wollen eine Vorbildfunktion bei öffentlichen Einrichtungen wahrnehmen.

Wir wollen unsere Energie selbst produzieren – dank der Sonne.

Bei der Umnutzung der leerstehenden Bahnhofgebäude könnten wir uns Läden für Produkte aus dem Glarnerland (frisch, plastikfrei) mit klimafreundlichen Konzepten vorstellen.


GEBÄUDE

Das Glarnerland wird ein Kraftwerk und kann mindestens soviel Energie produzieren, wie es konsumiert.

Die drei Technischen Betriebe organisieren die internen Energieflüsse.

Mit der überschüssigen Energie könnten synthetische Treibstoffe hergestellt werden.

Jedes Haus soll sich zum Plusenergiehaus transformieren können.

Das Fernwärmenetz wird ausgebaut.

Konkrete Massnahmen

Das kantonale Energiegesetz soll in einem ersten Schritt mindestens soweit revidiert werden, wie es der Landsgemeinde 2020 vorgelegt worden wäre.

Im Glarnerland sollen sich Solargemeinschaften bilden, um erneuerbar und unabhängig Energie zu produzieren.


Nachdem die Klimabewegung Glarus den Workshop-Bericht «Ideen & Visionen für ein klimaneutrales Glarnerland» an Begegnungen mit Vertreter*innen der Politik, Behörden und Wirtschaft auf lokaler und nationaler Ebene vorgestellt hat, macht sie ihn für die breite Öffentlichkeit zugänglich und präsentiert an dieser Stelle Passagen daraus. Den vollständigen Workshop-Bericht gibt es unter «Download» oder auf www.klima-glarus.ch

#klimaglarus

Autor

Klimabewegung Glarus

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Kategorie

  • Ostschweiz

Publiziert am

23.09.2020

Webcode

glarneragenda.ch/2BSdx9