Plakat zur Ausstellung
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Portrait Susanne Hauser
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Arbeit Susanne Hauser
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Antonio Wehrli Art Space
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Galerist Antonio Wehrli
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im Art Space
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neue Arbeit
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Antonio Wehrli Art Space zeigt Arbeiten von Susanne Hauser

Susanne Hauser zeigt zu "Zeitenwende" subtile Zeichnungen, welche die Problematik des Umgangs mit der Natur ansprechen. Die Arbeiten zeigen die Vielfalt und Kreativität der Lebewesen in den Ozeanen - "Wir zerstören, was wir lieben" - Die Schönheit der Formen und Farben zeugen vom Optimismus und Hoffnung auf die Veränderung des Bewusstseins. Vernissage: 1.5.21 ab 15 Uhr - bis 1.6.21

Susanne Hauser - *1946 – zeigt zur Thematik „Zeitenwende“ zeichnerische Arbeiten in Anlehnung an die Werkreihe „Oceans“, die in der Monografie „Dialogues between Time and Infinity“ 2015 im museumbickel erschienen ist.

Sie nimmt den Wandel der Zeiten auf, der durch die Pandemie befeuert ist. Statt Sicherheit gibt es Unsicherheiten in der Zivilgesellschaft und in der Wirtschaft. Freiheiten sind eingeschränkt. Die bisherigen Möglichkeiten der Lebens- und Freizeitgestaltung könne nicht nach Wunsch wahrgenommen werden. Die Unfähigkeit auf Bedürfnisse zu verzichten ist offensichtlich.

Susannes Arbeiten zeugen von Zuversicht, dass das normale Leben zurückkehren wird. Die künstlerische Auseinandersetzung zeigt die Vielfalt und die Kreativität von Lebewesen und Pflanzen in einer intakten Umwelt. Die Kunsthistorikerin Judith Annaheim schreibt in der Monografie: „Auch die Meere sind nicht verschont von den künstlichen Grenzen und der Aggression der Menschen gegeneinander und gegenüber der Umwelt. Während die Künstlerin den Reichtum der Meere und deren fantastische Welten auslotet, macht sie gleichzeitig auf unseren problematischen Umgang mit den Ozeanen, unserer Lebensgrundlage, aufmerksam“.  

Die Schönheit der Formen und die Ästhetik der Figuren zeugen vom Optimismus, der den Einschränkungen der aktuellen Lebensart gegenübergestellt wird. Der grosse Reichtum unserer fantastischen Welten findet in künstlerischen Formen ihren Ausdruck. Gleichzeitig machen die Arbeiten auf den problematischen Umgang mit unseren Ressourcen aufmerksam. Die künstlerische Auseinandersetzung kann als Umgang mit der Natur gelesen werden, der die Natur nicht als Kapital unseres Lebens, sondern als Einkommen betrachtet. Die Natur ist stärker als die Menschheit. Sie überlebt und beinhaltet die Stabilität, die für das Entwickeln von kreativen Lebensformen und deren Vielfalt notwendig ist. Die Zeichnungen zeugen von hoher Sensibilität für die Kreationen der Natur. Die Formen und Farben sind filigran und zurückhaltend. Bescheidenheit und Staunen über die Schönheit der hervorgebrachten Lebensformen ist sichtbar in der künstlerischen Auseinandersetzung.

Susannes Herkunft aus einer Textilfamilie im Glarnerland spiegelt sich in den Motiven der Arbeiten. In ihrer Kindheit hat sich Susanne stark mit den Auswanderungen in der eigenen Familie in die USA beschäftigt. Der Ozean zwischen Europa und den USA spiegelt sich als Thematik. Sie hat mit der Arbeit „Over the Ocean“ an der Ausstellung „New Glarus“ im Kunsthaus Glarus 2016 schon Arbeiten gezeigt, welche die damalige Zeitenwende aufgenommen hat. Der Start in die Kunstwelt hat in den 90iger Jahren stattgefunden, nach mehrjähriger Ausübung des Lehramts, mit Weiterbildung in Bühnenmalerei am Opernhaus Zürich und der Gründung einer Familie. Die erste Galerieausstellung in Zürich hat schnell zu weiteren Ausstellungen national und international geführt. Stationen von Galerien, internationalen Kunstmessen und Museen waren beispielsweise Zürich, Lugano, Lausanne, Bern, Genf, St. Moritz, Glarus, Freiburg im Br., Florenz, New York, Philadelphia, Cap Code, Dublin, Köln, Athen oder Venedig. Sie hat verschiedene Preise erhalten, wie den Fokuspreis im Kunsthaus Glarus, den Preis für die Olympiade in Athen, den Preis für innovatives Glasdesign in Murano-Venedig oder der Preis für „green planets“ im Museum of Arts and Design in New York.

Die intensive Ausstellungstätigkeit und das stetige Schaffen am zeichnerischen Werk hat zu gesundheitlichen Beschwerden geführt, die eine Neuausrichtung der Arbeit nötig gemacht haben. Aktuell arbeitet Susanne an den Werkgruppen „gemalt, gezeichnet, geschnitten, geklebt“ und an der abstrakten Malerei auf Kleinformaten. Die Formen und Farben stehen für die Ausrichtung auf das Wesentliche. Die Formen knüpfen an Symbolen und Gegenständen an. Die Farben sind Ausdruck der Gefühlswelt, der Emotionen und der intuitiven Ausrichtung auf die gesellschaftlichen Veränderungen.

Susanne Hauser: „Wir sind so klein und schätzen gar nicht, dass uns ein so grossartiges Universum umgibt“.

 

Eduard Hauser

Autor

Kulturblogger Glarus

Kontakt

Hauser Eduard
Blogger
Biäschenstrasse 10
8872 Weesen
hauser.eduard@gmail.com
079 375 81 99

Kategorie

  • Glarus
  • Ostschweiz

Publiziert am

30.04.2021

Webcode

www.glarneragenda.ch/BXbdnf