Gustav Schneeli Rosa Anemonen, undatiert Öl auf Leinwand 48 x 64 cm Nachlass Gustav Schneeli, Sammlung Glarner Kunstverein
Gustav Schneeli Rosa Anemonen, undatiert Öl auf Leinwand 48 x 64 cm Nachlass Gustav Schneeli, Sammlung Glarner Kunstverein

Kunst

Sammlung: Gustav Schneeli

Kunsthaus Glarus, Glarus

Sammlung: Gustav Schneeli

Mit der Ausstellung Sammlung: Gustav Schneeli eröffnet eine Reihe von
Einzelausstellungen im UG des Kunsthauses, die das Werk von Künstler/innen
unterschiedlicher Generationen aus der Sammlung des Glarner Kunstvereins und den
Sammlungen, die dem Kunsthaus als Dauerleihgabe anvertraut sind, vorstellt. Die
Ausstellungen im UG wechseln jeweils im Halbjahres Turnus und die
Ausstellungsräume werden permanent für die Präsentation der Sammlung genutzt. In
dieser Serie von Sammlungsausstellungen geht es vornehmlich darum, das Werk der
ausgewählten Künstler/innen genauer unter die Lupe zu nehmen. Es werden neben
bekannten Werken auch solche zu sehen sein, die noch nie öffentlich gezeigt wurden.
Diese vervollständigen somit das Gesamtbild des Werkes und ermöglichen es den
Betrachter/innen die Techniken und Ideen der Künstler/innen besser zu studieren.
Wechselweise wird das Vermittlungsangebot Sammlungseinblick in den
Ausstellungsräumen wie auch im Sammlungsdepot stattfinden. Dieses
Ausstellungskonzept beruht auf der Überlegung, herkömmlichen
Sammlungsausstellungen, in denen meist ausschließlich die sogenannten
Meisterwerke gezeigt werden, ein alternatives Format entgegenzusetzen. Im Zeigen
von Werkzyklen entstehen neue Zusammenhänge und ein neues Verständnis für das
Betrachten von Kunst, sowie für die Historie der Sammlung selbst.

Das Erbe von Gustav Schneeli ist in materieller wie immaterieller Weise für die
Geschichte des Kunsthaus Glarus von großer Bedeutung. Er wurde 1872 in Zürich
geboren, in eine wohlhabende Familie mit Glarner Abstammung. Er studierte
Kunstgeschichte bei Jacob Burckhardt in Basel, wurde um 1900 als Attaché der
Schweiz in Rom berufen und begann ein Jurastudium, um sich auf den
diplomatischen Dienst vorzubereiten. Ab 1905 widmete er sich vermehrt einem
anderen Interesse – der Malerei. Er lebte und arbeitete in München, Paris und Rom,
wo er eine künstlerische Bildsprache entwickelte, die von Symbolismus und
Impressionismus beeinflusst war. Nach Kriegsbeginn lebte er in der Schweiz auf
Schloss Vuippens im Kanton Fribourg. Im Kunsthaus Glarus befinden sich ungefähr
140 Arbeiten, entstanden zwischen 1900 und 1940, in erster Linie Malerei und
Zeichnung. Dazu kommen Porträts der Familie Schneeli, von anderen Künstlern
angefertigt, aus dem Familiennachlass. Der Nachlass Gustav Schneeli befindet sich
heute im Kunsthaus Glarus, das durch seine Unterstützung gebaut werden konnte.

Die zwölf Blumenstrauss-Gemälde von Gustav Schneeli wurden noch nicht sehr oft
und teils noch nie im Kunsthaus Glarus gezeigt. Sie stehen exemplarisch für eine
jahrhundertelange Auseinandersetzung von Künstlerinnen und Künstlern mit einem
Subgenre der Stillleben-Malerei. Sie bilden im Werk von Gustav Schneeli die einzige
serielle Auseinandersetzung mit Stillleben- oder Interieur-Malerei.

Die Ausstellung wird gefördert von: Kanton Glarus SWISSLOS Kulturfonds, Stiftung
für ein starkes Glarnerland, Glarner Kantonalbank, Glarner Agenda, Stiftung Anne-
Marie Schindler

Datum

Bis  21.8.2022  
jeweils Di bis Fr   12:00 - 18:00 Uhr
jeweils Sa, So   11:00 - 17:00 Uhr

Adresse

Kunsthaus Glarus
Im Volksgarten
8750 Glarus

Kategorie

  • Kunst

Barrierefreiheit

  • Rollstuhlgängig

Webcode

www.glarneragenda.ch/qPdvvf