Werner Kälin verabschiedet sich als Kurator der Glarner Agenda.
Werner Kälin verabschiedet sich als Kurator der Glarner Agenda.
Franziska Hidber übernimmt das Kuratorium.
Franziska Hidber übernimmt das Kuratorium.

Dies & Das, Gesellschaft

Neues Jahr, neuer Wind

Nach vier Jahren als Kurator der Glarner Agenda hat Werner Kälin das Zepter an seine Nachfolgerin Franziska Hidber übergeben. Beim Dorfrundgang in Ennenda haben sich die beiden gegenseitig interviewt – er schaut zurück, sie nach vorne.

Werner, wenn du zurückdenkst an deine Zeit bei der Glarner Agenda: Was ist deine schönste Erinnerung?
Werner Kälin: Das waren die Kurse für unsere Userinnen und User vor zwei Jahren. Wir führten drei Gruppen à zehn Leute. Es war wirklich cool, mal direkten Kontakt mit den Menschen zu haben, statt per Mail oder Telefon.

Franziska, worauf freust du dich am meisten?
Franziska Hidber: Auf die Vielfalt und auch den Kontakt zu den Menschen, die hinter den Kulturanlässen, Mitteilungen und Veranstaltungen stehen. Ich finde die Glarner Agenda eine grossartige Plattform, bei der sich jede und jeder selber einbringen kann und Erlebnisse ohne grossen Aufwand geteilt werden.

Wie ist es bei dir, gehst du mit einem weinenden Auge?
Werner Kälin: Natürlich, ich habe das Kuratorium sehr gerne gemacht. Aber jetzt ist es Zeit für eine neue Dynamik, für frischen Wind. Ich finde es sehr gut, dass nun du diese Aufgabe übernimmst, mit einem anderen Blick auf das Ganze und deiner eigenen Handschrift.

Wie bist du überhaupt zu dieser Aufgabe gekommen, Franziska?
Franziska Hidber: Das ist in der Tat witzig. Ich habe schon lange freundschaftliche Beziehungen zum Glarnerland, sah die Stellenausschreibung und dachte: Oh, schade, bin ich keine Studentin auf Praktikumssuche – denn so war das Kuratorium ursprünglich ausgeschrieben. Als sich abzeichnete, dass sich die Stelle für ein Studienpraktikum nicht eignete, wurde ich vom Amt für Kultur angefragt für ein Mandat und sagte praktisch ohne Bedenkzeit zu.

Wirst du die Glarner Agenda vermissen?
Werner Kälin: Soweit wird es wohl gar nicht kommen (lacht). Ich werde nun wieder als User – wie die anderen Glarnerinnen und Glarner – Mitteilungen erfassen oder auch mal für den Kulturblog schreiben, und darauf freue mich. Und selbstverständlich gehöre ich weiterhin zu den regelmässigen Lesern der Glarner Agenda.

Franziska, was gefällt dir am Glarnerland und an der Kultur hier?
Franziska Hidber: Ich sage immer gern, dass das Sarganserland, wo ich herkomme, und das Glarnerland Geschwister sind. Beide sind von Bergen umgeben, kennen den Föhn als ältesten Einwohner und haben eine lebendige Kulturszene auf die Beine gestellt. Ich glaube, dass die Leute an solchen Orten sehr viel innovativer sind und sein müssen als zum Beispiel in Zürich oder Winterthur, wo bereits ein riesiges Kulturangebot besteht. Dieses Engagement, dieser Esprit beeindruckt mich. Genannt seien hier nur drei meiner Glarner Favoriten, um die ich euch aufrichtig beneide: Das „Bsinti“ in Braunwald, das „Wortreich“ und das Kunsthaus in Glarus.

Zum Schluss die unvermeidliche Frage an dich nach Pleiten, Pech und Pannen während deiner Zeit als Kurator.
Werner Kälin: (Überlegt einen Moment) Die grösste Panne ... das war die Schnittstelle zur Website des Kantons. Plötzlich wurden sämtliche Kantonsmitteilungen gleichzeitig in der Glarner Agenda publiziert, aber immer ohne Bild. Das gab einiges nachzubessern.

Und du, hast du während der Einarbeitungsphase schon eine Panne erlebt?
Franziska Hidber: (Lacht) Das habe ich schon erfolgreich geschafft, sogar mehr als eine. Versehentlich veröffentlichte ich einen Beitrag im Kulturblog statt bei den Mitteilungen. Und statt nur beim Ort gab ich zu Beginn auch in der Rubrik „Kanton Glarus“ ein – dann sah es aus, als hätte der Kanton diese Mitteilungen publiziert. Es gibt also noch Luft nach oben, und das „Learning by doing“ ist bestimmt noch nicht abgeschlossen.

Franziska, ich wünsche dir einen guten Start.
Danke, und ich freue mich auf deine Beiträge!

Autor

Glarner Agenda

Kategorie

  • Leute
  • Ostschweiz

Publiziert am

01.01.2021

Webcode

glarneragenda.ch/sDTMRy